Arbeit selbst gestalten.

Stefanie Lurz ist Teamleiterin und verantwortet den Prozess- und Produkt-Datenfluss, den man für die Entwicklung und Produktion von Automobilen braucht.

Stefanie Lurz - arbeit selbst gestalten

Was macht eigentlich einen guten Job aus? Ist es nur ein faires Gehalt nebst humaner Arbeitszeiten? Oder gehört nicht noch mehr dazu? Dass Mitarbeiter nicht nur den Inhalt ihrer Arbeit, sondern auch die Art und Weise des Arbeitens zukünftig selbst gestalten können, ist ein Faktor, der von Arbeitsexperten gerne gefordert, aber von Unternehmen nur selten umgesetzt wird. Bei EDAG ist der Wille zum Gestalten jedoch keine Zeitgeistfrage, sondern ein fester Bestandteil der Unternehmenskultur. Denn wer Zukunft entwickelt, muss auch die Freiräume haben, sich selbst entwickeln zu können. Und genau diese Freiräume machen den Spaß an der Arbeit aus.

„Bei EDAG hat man mir von Anfang an was zugetraut“ sagt Stefanie Lurz. Die 33jährige Energie-Elektronikerin und Wirtschaftsingenieurin ist Teamleiterin für das Prozess- und Produktdatenmanagement und kümmert sich mit 20 Mitarbeitern um den Informations- und Datenfluss, den man für die Entwicklung und Produktion von Automobilen braucht. 

Dass Entwicklung häufig damit zu tun hat, etwas, das im ersten Moment nicht möglich schien, dennoch möglich zu machen, ist die eine Sache. Dass man dafür allerdings auch Herzblut, Leidenschaft und Zeit investieren muss, ist sicherlich die große Herausforderung. Eine Herausforderung, die gerade in der Vergangenheit dazu geführt hat, dass Menschen sich häufig zwischen einer stabilen Familiensituation zu Hause und der Karriere im Job entscheiden mussten. Doch in einer Zeit, in der Werte und Nachhaltigkeit immer wichtiger und bedeutsamer werden, stellt sich die Frage, ob ein solches Schwarz/Weiß-Denken noch in die moderne Gesellschaft und deren Anspruch an eine humanere, sinnstiftende Arbeitswelt passt. 

Stefanie Lurz blickt auf die eigene Erfahrung bei EDAG zurück: „Das Argument, dass man sich zwischen Familie oder Führungsposition entscheiden muss, weil nun mal beides nicht geht, kann ich durchaus verstehen. Aber zu uns passt das nicht. Denn wir setzen ja als Entwickler auf Freiräume, auf Eigenverantwortung und vor allem auf unser menschliches Potenzial. Da passen solche althergebrachten Vorurteile nicht rein. Wenn also gesagt wird, dass Familie und Karriere nicht zusammenpassen, dann kann man das nur dadurch aushebeln, dass man es einfach macht. Und da ist EDAG mit seiner Kultur des Zutrauens ein idealer Arbeitgeber. Man kann sich hier frei entwickeln und seinen Job so gestalten, dass er Spaß macht. Sofern man diese Freiheit nutzt, nicht hadert und vor allem mutig genug ist, etwas ändern zu wollen. Die Art zu arbeiten erfindet sich ja nicht von selbst neu.“

Den Rücken für die Führung stärken

Lurz sieht die Herausforderung im Job gar nicht mal so sehr in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sondern vielmehr im Fördern von Fähigkeiten, die man weder in der Ausbildung, noch im Studium lernt. Stichwort „Leadership“. „Das Handwerkliche in den Job mitzubringen, ist die geringste Hürde. Aber als Führungskraft die vielen unterschiedlichen Charaktere unter einen Hut zu bringen, mit Kunden und Mitarbeitern gemeinsam das Beste zu erreichen, und dabei eben auch auf individuelle Bedürfnisse einzugehen - das ist ja keine Fähigkeit, die man aus Büchern lernt.“ Dass die meisten Karrieren in Führungspositionen vor allem an menschlichen Schwächen scheitern, ist keine neue Erkenntnis. Umso erstaunlicher, dass an Hochschulen und in Ausbildungen die zwischenmenschliche Komponente kaum berücksichtigt wird. Es sei denn, sie ist fester Bestandteil der Unternehmenskultur. „Bei EDAG hatte ich von Anfang an eine Führungskraft an meiner Seite, die mich an die Hand genommen und mir den Rücken gestärkt hat, wenn ich mal auf Probleme gestoßen bin, die mit fachlichem Know-How nicht zu lösen waren. Ich glaube, das ist auch das wichtigste, wenn man eine Führungsposition anstrebt: dass man einen Mentor an der Seite hat, der einem dabei hilft, die menschlichen Dynamiken in der Führung zu verstehen, die einem erklärt, wie Menschen ticken“ so Lurz. 

Die Erkenntnis, dass vor allem das Mentoring ein entscheidender Faktor für die Entwicklung von Führungskräften ist, hat dazu geführt, dass man bei EDAG aus einem „versteckten Prozess“ mittlerweile ein eigenes Förderprogramm entwickelt. „Wir arbeiten gerade an einem interdisziplinären Mentoringprogramm. Weil wir festgestellt haben, dass das Fördern von Führungskräften nur dann funktionieren kann, wenn man es nicht nur auf dem Papier angeht. Sondern junge Menschen, egal ob weiblich oder männlich, an die Hand nimmt, und durch die Besonderheiten unserer sehr agilen Unternehmenskultur führt. Es geht da um Zutrauen, um das Tolerieren von Fehlern, die jeder anfänglich macht, um die Lehren, die man daraus zieht, um das direkte Umsetzen. Und vor allem, um die Zeit, die man sich bewusst für das Thema Führung nimmt.“ 

Dass das Thema Führung bei EDAG so hoch angesiedelt ist, kommt nicht von irgendwoher. Es ist vielmehr eine logische Konsequenz, die eine offene, freiheitsbetonende Unternehmenskultur mit sich bringt. Denn wer Freiräume als Erfolgsfaktor erkennt, muss diese auch zulassen und steuern können - sonst droht Chaos. „Dass wir das so machen, ist sicher ungewöhnlich für unsere technologieorientierte Branche. Aber wir setzen ja auf die Kreativität unserer Mitarbeiter. Und Kreativität kann man nicht delegieren. Die muss man fördern. Und wer Menschen fördern will, braucht eben nicht nur technisches, sondern auch zwischenmenschliches Know-How. Das lernt man bei uns.“

Ihr Ansprechpartner zum Thema

Stefanie Lurz
Teamleiterin Prozess- und Produktdatenmanagement
E-Mail