• WEISS,

    DASS DIE NATUR DIE BESTE BLAUPAUSE FÜR DIE ENTWICKLUNG MODERNER AUTOMOBILE LIEFERT.
    Johannes Barckmann.
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  • MACHEN,

    DASS SICH MENSCHEN ÜBERALL AUF DER WELT  BEIM LOSFAHREN EIN BISSCHEN WOHLER FÜHLEN.
    Ralf Fröhling, Patrick Mc Fadden, Robert Gastl.
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  • SORGT

    DAFÜR, DASS DIE SICHERHEIT VON FUSSGÄNGERN NICHT NUR VON DER STRASSE, SONDERN VOM AUTO AUSGEHT.
    Maren Finck.
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  • KENNT

    DIE TECHNIK, DIE MAN BRAUCHT, UM AUS DESIGN UND FUNKTION EFFIZIENTEN FAHRSPASS ZU ENTWICKELN.
    Hans Haug.
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ADAS – keine Krankheit, sondern der Weg zum „pilotierten Autofahren“ von morgen.

Hilfestellung für Fahrer immer wenn und wo diese Hilfe benötigt wird.

ADAS Fahrerassistenzsysteme in der Automobilindustrie

Es klingt beim ersten Mal wie eine Krankheit: ADAS. Hat damit aber nichts zu tun. Ganz im Gegenteil, man könnte den ADAS-Systemen, Advanced Driver Assistance Systems, genau das Gegenteil unterstellen: Hilfestellung für Fahrer; immer wenn und wo diese Hilfe benötigt wird.

Stellen Sie sich vor, Sie steigen in Ihr Fahrzeug ein und es bringt Sie sicher an ein definiertes Ziel, ohne dass sie aktiv eingreifen müssen. Was vor einigen Jahren noch als Fiktion und Spinnerei abgetan wurde, hat sich zu einem handfesten Trendthema entwickelt und spielt in der Automobilindustrie eine immer größere Rolle. Lösungen für den praktischen Alltagsbetrieb bieten heute bereits die Fahrerassistenzsysteme, kurz ADAS.

Während das autonome Fahren in den Medien von allen Seiten beleuchtet wird, Szenarien für die Zukunft aufgezeigt werden und uns bunt diese schöne neue Welt aufgemalt wird, machen sich nur wenige Gedanken über die Entwicklung dieser neuen Systeme. Wer garantiert dem Fahrer die notwendige Sicherheit? Wie kann man so ein System validieren? Wie lässt sich sicherstellen, dass ADAS-Systeme als Vorstufe des autonomen Fahrens in allen Ländern funktionieren – nicht nur auf überschaubaren deutschen Landstraßen, sondern auch im Trubel der Megacities?

Die Vorstellung nicht mehr eigenständig fahren zu müssen und die komplette Verantwortung an verschiedene Systeme abzugeben, ist für viele noch schwer vorstellbar. Klare Aufgabenstellung für EDAG: Dafür sorgen, dass das Vertrauen in solche Systeme gerechtfertigt ist. Und dass diese auch in schwierigen Situationen funktionieren. Egal wo und wann.

Alles eine Frage der Validierung

Fahrerassistenzsysteme sollen das Autofahren erleichtern oder gar automatisieren. Fahrsituationen können elektronisch unterstützt und Entscheidungen vereinfacht oder sogar ganz abgenommen werden. Die bekanntesten Helferlein heißen Notbrems-Assistent, Reifendruckkontrollsystem, Abstandsregeltempomat (ACC), Parkassistent (automatisches Einparken), Tot-Winkel-Assistent, Rückfahrkamera und Verkehrszeichenerkennung, Spurhalteassistent,….

Dass diese Helfer auch in der Praxis das leisten, was sie in der Theorie versprechen ist eine Sache der Validierung -  einem Test und anschließender Bewertung. Hier vertrauen immer mehr OEM Kunden auf die Experten der EDAG. Man prüft ADAS-Systeme in verschiedensten Bereichen auf Herz und Nieren und leitet konkrete Verbesserungsmöglichkeiten ab.

Andere Länder, andere Sitten – darum sehen die elektronischen Helferlein nicht überall gleich aus

Bevor ein ADAS-System realisiert werden kann, müssen einige Hürden genommen werden, unter anderem in welchem Land das System zum Einsatz kommt oder in welche Fahrzeugmodelle es integriert werden soll. Auch die Erfüllung der Normen ist ein wichtiges Thema bei der Markteinführung. Wie heißt es so schön: „Andere Länder, andere Sitten“.

So funktioniert zum Beispiel der Tot- Winkel-Assistent in den USA mit Radar. Hierzulande wird eher auf Ultraschall gesetzt. Eine Technologie mit ähnlicher Zuverlässigkeit aber für einen Bruchteil der Kosten realisierbar. Aber nicht nur durch Regeln und Vorschriften unterscheiden sich die Länder, sondern auch durch ihre gesellschaftlichen Werte und Normen. Gut zu sehen ist das zum Beispiel beim Abstandsregelautomat. Dieses ACC System ist vom Fahrverhalten der Autofahrer in den verschiedenen Ländern abhängig und muss dementsprechend angepasst werden. Fahrer in den USA bremsen und beschleunigen erfahrungsgemäß eher sanft und träge, deutsche Autofahrer hingegen bremsen und beschleunigen deutlich direkter. EDAG prüft in diesem Zusammenhang, welche Tests notwendig sind und führt diese eigenständig aus.

Mit einem EDAG Tool bares Geld sparen

Fahren – Bremsen –Fahren –Bremsen – man möchte es kaum glauben, so simpel solche Test bei Verzögerungs- oder Beschleunigungsimpulsen klingen, so anspruchsvoll und kostenintensiv sind sie in der Praxis. Ein sogenannter Bremsroboter wird verwendet,  um diese Art von Sicherheitschecks durchzuführen. Ein aufwändiges Prozedere, für das die EDAG Experten eine clevere Alternative fanden: Ein selbst entwickeltes Softwaretool simuliert hierbei ein ACC-Steuergerät  (inklusive Plausibilisierungen wie dynamische Checksumme, Rolling Counter) und stellt sicher, dass definierte und reproduzierbare Bremsanforderungen durchgeführt werden, um damit die Fahrzeugperformance zu validieren.

Das Tool hat sich mittlerweile etabliert und wird weltweit eingesetzt.

Performancefahrt zur Validierung des Verkehrsschild-Assistenten

Apropos: Zeit- und Kostenersparnis. Ein weiteres Beispiel zeigt sehr eindrucksvoll mit welchen Methoden sich solche Validierungen effizienter gestalten lassen.

Wir kennen es alle: Mal eben aus dem Ort heraus auf die Landstraße gefahren. Gedankenversunken blicken wir auf die Straße. Es dauert nicht lange bis man sich die Frage stellt: Kann ich aktuelle 100 Stundenkilometer schnell fahren? Oder war da vielleicht ein Schild mit einer Begrenzung auf 80? Kurz darauf schaut auch schon der erste Blitzer um die Ecke – schnell auf 60 runter gebremst, man weiß ja nie!  Der Verkehrsschild-Assistent soll hier Abhilfe schaffen. Ein nützliches Feature, welches mittlerweile in keiner Mittelklasse Limousine mehr fehlen darf. Er erkennt Straßenschilder und blendet die zuletzt relevanten Informationen dem Fahrer ein.

Technisch gesehen, gibt es zwei Möglichkeiten solch ein System zu realisieren. Entweder werden die aktuell geltenden Verkehrszeichen mit Hilfe der Positionsbestimmung des Navigationsgerätes ermittelt oder über eine Kamera in der Front des Fahrzeugs welche, mit einer Bilderkennungssoftware ausgestattet, Schilder erkennen und auswerten kann.

Beide Möglichkeiten werden in der Automobilindustrie eingesetzt. Ob sich diese beiden Möglichkeiten clever kombinieren lassen ist Aufgabe der Fahrerassistenzexperten der EDAG. Es gilt den Mehrwert zu ermitteln und zu bestimmen wann Daten aus dem Navigationsgerät wirklich nützlich, redundant oder sogar überflüssig waren.
Die Lösung ist auch hier eine Eigenentwicklung. Ein Softwaretool zeichnet mit Hilfe einer Webcam alle durchgeführten Testfahrten auf. Gleichzeitig protokolliert es alle vom Fahrzeug erkannten Verkehrszeichen. Am Ende dieser sogenannten Performancefahrten beurteilt die EDAG Software automatisch ob sich das Fahrerassistenzsystem des Fahrzeugs richtig entschieden hat, oder ob nachgebessert werden muss. Nicht nur eine ideale Hilfestellung um die beiden Technologieansätze, GPS und Bilderkennung abzustimmen, sondern auch um beurteilen zu können, welche Verkehrszeichen in welchem Rhythmus eingeblendet werden sollen. Schließlich macht es wenig Sinn den gesamten Schilderwald, der an einem Fahrzeug vorbei zieht vollständig einzublenden.

Und während man die Herausforderungen beim Verkehrszeichen-Assistenten schon weitestgehend gelöst hat, entwickelt EDAG schon am nächsten Helferlein: Automatisierte Überprüfung von Einparksystemen. Über Laserdistanzsensoren und Testautomatisierung soll die Parkposition eines pilotierten Fahrzeuges erfasst und damit die Performance des Einparksystems überprüft werden. Denn ob man noch vernünftig aussteigen kann, nachdem das Fahrzeug selbstständig eingeparkt hat, ist nur eine der Fragen, die es zukünftig zu validieren gilt.

Die Zukunft des „pilotierten Fahrens“

Durch die Entwicklung verschiedener ADAS-System wird das pilotierte Fahren weiter vorangetrieben. Die Verschmelzung von Sensoren untereinander spielt dabei eine immer wichtigere Rolle. So können sich bereits heute Ultraschall-, Radarsensoren und optische Sensoren vernetzen um sich gemeinsam ein noch besseres Bild ihrer Umgebung zu machen. Ein Mehrwert der in den verschiedensten Fahrzeugfeatures Anwendung finden wird. Features, die immer mehr Verantwortung vom Menschen an die Technik übergeben mit dem Ziel, das Fahren entspannter und sicherer zu machen.

Hier zahlt es sich aus wenn man als Hersteller solcher Systeme und Features einen Partner an der Seite hat, der neben der Validierung solcher Assistenzsysteme auch das notwendige Wissen in den Bereichen Fahrwerksentwicklung und der aktiven/passiven Sicherheit mitbringt. Denn je näher wir uns dem autonomen Fahren nähern, desto komplexer und herausfordernder werden die Eingriffe in die Fahrwerksregelung oder Motorsteuerung sein.