• WEISS,

    DASS DIE NATUR DIE BESTE BLAUPAUSE FÜR DIE ENTWICKLUNG MODERNER AUTOMOBILE LIEFERT.
    Johannes Barckmann.
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  • MACHEN,

    DASS SICH MENSCHEN ÜBERALL AUF DER WELT  BEIM LOSFAHREN EIN BISSCHEN WOHLER FÜHLEN.
    Ralf Fröhling, Patrick Mc Fadden, Robert Gastl.
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  • SORGT

    DAFÜR, DASS DIE SICHERHEIT VON FUSSGÄNGERN NICHT NUR VON DER STRASSE, SONDERN VOM AUTO AUSGEHT.
    Maren Finck.
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  • KENNT

    DIE TECHNIK, DIE MAN BRAUCHT, UM AUS DESIGN UND FUNKTION EFFIZIENTEN FAHRSPASS ZU ENTWICKELN.
    Hans Haug.
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Fußgängerunfälle

Wie EDAG hilft sie zu vermeiden.

„Hier an der West 74th Street und Central Park West stieg Henry Bliss am Abend des 13. Septembers 1899 aus der Straßenbahn und wurde von einem Fahrzeug gestreift und zu Boden geschleudert, wo er bewusstlos liegenblieb. Als Mr. Bliss, ein New Yorker Immobilienmakler, am nächsten Morgen seinen Verletzungen erlag, wurde er zum ersten (Auto-) Unfallopfer der westlichen Hemisphäre. Dieses Schild wurde in Erinnerung an den hundertsten Jahrestag seines vorzeitigen Todes und zur Förderung der Sicherheit auf unseren Straßen und Autobahnen errichtet. “ (New York City)

Eine erschreckende Tatsache: Seitdem das Auto ein Teil unseres täglichen Lebens wurde, sind weltweit schätzungsweise über 20 Millionen Menschen in Autounfällen ums Leben gekommen. In den 1930er Jahren waren die Fahrzeugkarosserien steif und formstabil, so dass die Aufprallkräfte mangels Knautschzonen direkt und ungehemmt auf die beteiligten Verkehrsteilnehmer wirkten. In den späten 1950er Jahren hieß es von Fahrzeugherstellern, dass Autounfälle „einfach nicht überlebbar“ seien. Dieser Missstand war der Anstoß für die automobile Unfallforschung. Und auch für EDAG ein Ansporn die Mobilität von morgen ein ganzes Stück sicherer zu machen.

Innvovationsfähigkeit bewahren und ausbauen bedeutet in die Zukunft zu investieren

Heute hat EDAG eines der größten Versuchslabore im Bereich Fußgängerschutz weltweit. Hier arbeiten Fahrzeugsicherheitsexperten an einem der wichtigsten Bausteine in der automobilen Gesamtentwicklung. „Mir ist kein weiteres Versuchslabor im Automobilbereich bekannt, welches diese Umfänge hat. Fünf hochmoderne, elektronisch betriebene Fußgängerprüfstände und weitere Versuchseinrichtungen werden eingesetzt, um die Auswirkungen von Fahrzeug-Kollisionen mit Fußgängern zu untersuchen und künftig möglichst zu verhindern. Zumindest jedoch abzumildern.“  so der Experte Thomas Kerschbaum, Leiter Passive Sicherheit & Fußgängerschutz am EDAG Standort München. 

Auf den bisherigen Erfolgen wollen die Münchner weiter aufbauen: Neben den fünf Prüfständen wurde nun bereits in eine zweite Klimakammer investiert. Um noch schneller und flexibler auf die Wünsche und Anforderungen unserer Kunden reagieren zu können.

Ein weiterer, ganz wesentlicher Vorteil ist die Nutzbarkeit für unterschiedliche Kunden. Auch im Fußgängerschutz herrscht zwischen den Autobauern technologisches Stillschweigen durch höchste Geheimhaltung. Das Versuchslabor mit einer Gesamtfläche von ca. 1000 m², ist von seiner Aufteilung optimal auf die Geheimhaltungsanforderungen der Kunden ausgelegt. Es umfasst 3 separate Bereiche, die alle über eigene Zu- und Ausgänge verfügen. Durch die zweite Klimakammer wurde nun die letzte Engstelle beseitigt.

„Aus den Messergebnissen der von uns durchgeführten Simulationen werden Rückschlüsse gewonnen, die von den Automobilherstellern bei der Entwicklung von entsprechenden Fahrzeugeinrichtungen genutzt werden. Damit will sich die Automobilindustrie auch möglichst frühzeitig auf schärfere gesetzliche Richtlinien vorbereiten, um die Voraussetzungen für die Straßenzulassung der Fahrzeuge zu erhalten.“ erklärt Thomas Kerschbaum, der sich seit über 10 Jahren mit dem Thema Sicherheit beschäftigt. 

Aktive Sicherheit? Passive Sicherheit? Oder beides?

Er ist sich sicher, der Fußgängerschutz kann und muss durch eine Kombination aktiver und passiver Sicherheitssysteme verbessert werden. Schon heute gehen passive und aktive Sicherheit ineinander über. Passive Systeme schwächen durch das Nachgeben an der Automobiloberfläche die Verletzungen im Falle eines Unfalls. Aktive Systeme erkennen die Gefahr, reduzieren die Geschwindigkeit und mindern die Schwere eines Aufpralls.

Zur aktiven Sicherheit am Kraftfahrzeug zählen eine gute Bremsanlage, ABS und ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm). Weitere Einrichtungen der Fahrzeugsicherheit sind zum Beispiel Antriebsschlupfregelung (ASR) und Bremsassistent (BAS). Wesentliche Elemente der passiven Sicherheit sind Knautschzonen, Sicherheitsgurte und Airbags. 

Laut CARE – europäische Datenbank der Gemeinschaft zu Straßenverkehrsunfällen – sind Fußgängerunfälle auch heute noch, die zweithäufigste Todesursache im Straßenverkehr. Über ein Drittel aller tödlichen Unfälle Innerorts sind Fußgängerunfälle. Durch das große Engagement der Fahrzeugindustrie, konnten die tödlichen Fußgängerunfälle zwischen 1996 und 2005 um 37 Prozent gesenkt werden. So schwer Unfälle von Kraftfahrzeugen mit Fußgängern meist sind, so schwierig sind sie zu beeinflussen. Zu unterschiedlich sind die Fahrzeugfronten, zu unterschiedlich sind auch die Fußgänger, egal ob Kinder oder Senioren, Frauen oder Männer. Dass es auch bei modernen Fahrzeugkonstruktionen noch weiteres Verbesserungspotential gibt, weiß man auch bei EDAG. 

Man ist sich der gesellschaftsrelevanten Aufgabe bewusst. Eine Aufgabe die am Ende Leben rettet. Alle Unfälle werden sich nicht verhindern lassen, selbst wenn man im Vorfeld mit Kamera, Radar, Infrarotlicht oder anderen technischen Hilfsmitteln Fußgänger sehr früh erkennen kann. Dennoch setzt EDAG genau hier an und arbeitet schon heute an der sogenannten „Integralen Sicherheit“, der Verschmelzung zwischen aktiver und passiver Sicherheit. Um am Ende nicht nur das Fahrzeug zu schützen, sondern den Straßenverkehr für alle Teilnehmer sicherer zu gestalten.

Ihr Ansprechpartner zum Thema

Thomas Kerschbaum
Leiter Passive Sicherheit & Fußgängerschutz
Tel.: +49 89 350300-575
E-Mail