• WEISS,

    DASS DIE NATUR DIE BESTE BLAUPAUSE FÜR DIE ENTWICKLUNG MODERNER AUTOMOBILE LIEFERT.
    Johannes Barckmann.
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  • MACHEN,

    DASS SICH MENSCHEN ÜBERALL AUF DER WELT  BEIM LOSFAHREN EIN BISSCHEN WOHLER FÜHLEN.
    Ralf Fröhling, Patrick Mc Fadden, Robert Gastl.
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  • SORGT

    DAFÜR, DASS DIE SICHERHEIT VON FUSSGÄNGERN NICHT NUR VON DER STRASSE, SONDERN VOM AUTO AUSGEHT.
    Maren Finck.
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  • KENNT

    DIE TECHNIK, DIE MAN BRAUCHT, UM AUS DESIGN UND FUNKTION EFFIZIENTEN FAHRSPASS ZU ENTWICKELN.
    Hans Haug.
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Was haben Bussitze, Flugzeugkabinen und Luftgewehre gemeinsam?

Gar nicht so einfach zu beantworten – auf dem einen hat man schon mal gesessen, das andere vielleicht schon mal von innen gesehen und das dritte im Bunde haben vielleicht wenige von uns schon einmal in der Hand gehabt.

Airbus A380

Doch irgendetwas scheint sie zu einen oder besser gesagt, irgendwer: die spanische Tochter Rücker Lypsa S.L.U. der EDAG. Denn das 52-köpfige Design Team von Design Manager Bernat Costa überzeugt nicht nur Automobilhersteller mit ihrem Know-how und Ideenreichtum, sondern auch über die Landesgrenze hinaus, greifen Giganten wie Airbus auf das Team in Barcelona zurück.

Vom Papier zum Modell

Nur wie funktioniert der Prozess des „Designens“. Wie findet man eine Inspiration? Jordi Murta und Marc Mateu  von EDAG berichten von Ihrer über 20 jährigen Erfahrung: „ Zunächst erhalten wir von unserem Kunden ein Briefing. Hier stehen Information zu dem was, wofür und auch wie oft der Gegenstand in Gebrauch ist. Dann beginnt die Recherche. Früher haben wir dazu Magazine gewälzt und sind in Bibliotheken gefahren – heute geht dies mit Hilfe von online basierten Datenbanken deutlich einfacher. Dieser Schritt ist besonders wichtig, da wir uns so in die Branche „reinfühlen“ und auch in einer Benchmark-Analyse Wettbewerber bewerten. Dies machen wir, um dem Kunden ein zielgruppenadäquates und einzigartiges Design präsentieren zu können.“

EDAG Skizze

Sind alle Informationen gesammelt, so wird die erste Skizze angefertigt. Dies erfolgt teilweise noch sehr traditionell - mit Stift und Papier. Bei der „moderneren“ Variante greift EDAG auf ein Grafik Tablet zurück. Bedient wird dies entweder mit einem Touch Pen, oder auch mit dem Finger auf dem Bildschirm. Der Vorteil ist, dass die Skizze direkt weiter be- und verarbeitet werden kann. In liebevoller Kleinstarbeit entstehen so in einer Vielzahl von Stunden, der perfekt ergometrische Griff oder der Kühlgrill eines Autos. „Am meisten an meiner Arbeit beeindruckt mich, dass man das Ergebnis unseres Designs am Ende am fertig hergestellten Produkt sehen kann. Das ist einfach ein tolles Gefühl, zu wissen, da steckt etwas von mir, von EDAG drin!“

Warum es sich lohnt die eigene Wohlfühlzone zu verlassen

Marc Mateu

Dass das Design Team in Spanien neben den Automobilherstellern, auch ein bunt gemischtes Portfolio weiterer Kunden verzeichnen kann sieht Marc Mateu als Chance an: „Klar ist es nicht einfach, sich in die unterschiedlichen Branchen einzufühlen, aber ich sehe vor allem die Möglichkeit, sich neuen Herausforderungen zu stellen, daran zu wachsen und den eigenen Horizont zu erweitern. So können wir von den neuen Impulsen, die wir aus anderen Industrien sammeln, auch für die Automobilindustrie profitieren. Und andersrum genauso. So schaffen wir mit unserem täglichen Blick über den eigenen Tellerrand hinaus, eine „Win-Win-Situation“ für all unsere Kunden.“

Einen außergewöhnlichen Auftrag erhielten die spanischen Designer vor vielen Jahren von dem im Nachbarort ansässigen Weltmarktführer für Luftgewehre.  Mit dem Ziel, eine reelle und zugleich ergo dynamisch ausgereifte Visualisierung eines geplanten Modells zu schaffen, machte sich das Team um Bernat Costa und Marc Mateu an die Arbeit und seit 2005 werden alle Modelle im EDAG Studio in Barcelona gestylt und entwickelt. 

Ein weiteres Beispiel ist, der in mittlerweile Millionen Bussen zu findende, Sitz ARIANE. „Für diese Aufgabe konnten wir unsere gesammelten Erfahrungen und Know-how aus der Sitzentwicklung im Automotive einfließen lassen.“ Auch hier werden seit mehr als 25 Jahren viele Bus- und Bahnsitze im Barcelona Studio der EDAG gestylt.

EDAG Design Team

Das dritte Großprojekt ist heute in dem „Riesen der Lüfte“, dem Airbus A380 zu finden: Der Treppenbereich und die Handläufe des A380 wurden seinerzeit von Designern aus Barcelona mitgestaltet und werden nun hier in Serie aus Edelstahl und Aluminium für alle A380 Kabinen hergestellt.“