Weltweit sattelfest -

Clevere Entwicklung hat auch immer kulturelle Bedürfnisse im Blick

Dass man mit einer hochkarätigen Limousine seinen Status zum Ausdruck bringen will, steht außer Frage. Wer heute einen Audi A6 fährt, will nicht nur zeigen, dass er guten Geschmack und einen besonderen Anspruch an exklusiver Technologie und luxuriösem Raumgefühl hat, sondern sich diese Merkmale auch durch harte Arbeit verdient hat. Dies gilt zumindest im europäischen Kulturkreis.

Manchmal wird er Status auch durch die Position des Besitzers und nicht nur durch den reinen Besitz verdeutlicht. Wer sich eine Premium-Limousine leisten kann, hat nicht nur hart dafür gearbeitet, er hat auch den dementsprechenden Status in der Wirtschaftswelt erreicht. Und den bringt man in Asien auch damit zum Ausdruck, dass der Fahrzeugbesitzer seine Limousine nicht selbst fährt, sondern gefahren wird. Nicht nur, um den eigenen Status zu untermauern, sondern um während der Fahrt auch weiter daran arbeiten zu können.

Der Fahrer ist nicht immer der Kapitän

Im Auftrag von Audi durften die Entwickler von EDAG sich mit genau diesem kulturellen Unterschied auseinandersetzen: In Europa ist der „Kapitän“ gleichzeitig auch der Fahrer der Limousine. Die Kontrollmöglichkeiten sind vorne. Doch in asiatischen Kulturkreisen sitzt der Kapitän hinten - was bedeutet das also für das Raumgefühl und die Komfortmerkmale auf der Hintersitzanlage?

Für die Ingenieure war der Markteintritt des Audi A6 lang in China gleich eine doppelte Herausforderung - zum einen, weil die „Sitzwelt“ normalerweise Spezialgebiet des Automobilherstellers, und nicht des Entwicklers ist. Zum anderen, weil wir uns bisher wenig mit den kulturellen Unterschieden in Sachen Interieur auseinandergesetzt hatten. Doch EDAG wäre nicht EDAG, wenn man sich dieser Herausforderung nicht mit entsprechend cleveren Lösungen stellen würde.

In Ruhe arbeiten

In intensiver Zusammenarbeit mit Audi optimierten und erhöhten wir nach intensiver Recherche und Entwicklung die Komfortmerkmale und Inhalte der Hintersitzanlage, und zwar bis ins kleinste Detail. Nicht nur was die Kontrollmöglichkeiten angeht - der Beifahrer kann von hinten fast alle Komponenten bedienen, die das Raumgefühl verbessern. Auch die Akustik wurde optimiert und Massagesysteme integriert, damit der zum „Kapitän“ beförderte Beifahrer beispielsweise in Ruhe arbeiten kann, während der Fahrer ihn zum Ziel bringt.

Die Lösungen, die EDAG nach zahlreichen Modellen und Versuchsfahrzeugen letztlich für Audi umgesetzt hat, sind nicht nur in Ingolstadt, sondern auch auf dem Markt so gut angekommen (Best in Class), dass EDAG Ingolstadt mittlerweile ein eigenes Projektteam für die Sitzentwicklung ins Leben gerufen hat. Und das kümmert sich unter anderem für die Sitzentwicklung in zwei weiteren Audi-Modellen, damit Menschen weltweit nicht nur den Vorsprung durch Technik fühlen, sondern dabei auch das Beste aller Sitzgefühle haben.